MedienHafen

Aus dem alten Handelshafen wurde der "MedienHafen"

Oliver Rohland

Initiator von MedienHafen.de

Besonderer Reiz: Moderne Architektur und Denkmalschutz / über 800 neue Firmen und rd 8.600 neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze Düsseldorfs architektonisch und städtebaulich am stärksten beachtetes Gebiet liegt am Südwestrand der City, direkt am Rheinstrom, weniger als 1.000 Meter Luftlinie von Altstadt und Königsallee entfernt. Die Großen der internationalen Architekturszene sind hier ebenso vertreten wie die führenden Architekten der Region. Sie und ein einfühlsamer Denkmalschutz gepaart mit einer dem Platze angemessenen Erschließung haben dafür gesorgt, dass in diesem Quartier Vergangenheit und Zukunft eine überzeugende Partnerschaft eingegangen sind.

Quelle: Stadt Düsseldorf (c)

Architektonische Highlights vor historischen Kulissen: Der Düsseldorfer MedienHafen ist Denkschmiede und Zentrum für die kommunikativen Branchen.

Die Vergangenheit - das ist der 185 Hektar große Wirtschafts-Hafen von 1896/ 98. Die Zukunft - das sind bis heute rund 8.600 neue Arbeitsplätze im kreativen Bereich; Medien und die Werbebranche, Mode und Kunst, das Europäische Medien-Institut und die NRW-Filmstiftung, die Landesrundfunkanstalt und die NRW-Architektenkammer setzen Maßstäbe.

Die Architektur bietet eine sehr gelungene zeitgenössische Mischung. Da sind die Internationalen Steven Holl, David Chipperfield, Frank O. Gehry, Joe Coenen, Fuminiko Maki, Will Alsop und Claude Vasconi. Sie stehen neben Düsseldorfern wie Overdieck, Kahlen und Partner; Prof. Wolfgang Döring und Partner; Thomas Beucker mit dem Büro BHLM; Rohde, Kellermann, Wawrowski; Hentrich, Petschnigg und Partner oder den Kölnern Till Sattler und Norbert Wansleben und den Frankfurtern Walter Kohne und Michael Merill.

Mehr und mehr Leben kommt auch im Gefolge der Arbeitsplätze in den Bereich. Dazu gehören Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Dienstleistungen wie Multiplexkino, ein Internet-Café im Studiogebäude von QVC, Friseur und Sonnenstudio.

Der Erfolg hat viele Väter. Die Stadt Düsseldorf schlug bei der Vermarktung des "MedienHafens" neue Wege ein. Ein externer Koordinator kümmert sich um Vorbereitung und Abwicklung der Bau- und Sanierungsvorhaben im Viertel und betreut das kreative Völkchen, das dank seiner Kreativitäten nicht immer ganz einfach ist. Das Modell hat sich bewährt, der Erfolg hält an. So nimmt es nicht wunder, dass ein weiteres Stück vom Hafen zur Umwandlung ausgewählt worden ist. Der angrenzende 11,3 Hektar große Abschnitt (Arbeitstitel Speditionstraße) steht zur Disposition. Die gelungene Mischung im ersten Umwandlungsabschnitt, der große Beifall für manches Experiment und die Aussicht, weitere zukunftsträchtige Arbeitsplätze zu gewinnen, spornen zu großen Bemühungen an. Auf der Südseite der Speditionstraße, wo Planungsrecht besteht, wird gebaut.

Mit dem geplanten Ausbau der Hafenbereiche muss auch die verkehrliche Infrastruktur Schritt halten. Die Haupterschließung des gewerblichen Hafens aus südlicher Richtung soll künftig hinter der Bundesbahn-Brücke über ein neues Straßenstück zwischen Plock- und Holzstraße erfolgen. Der Medienhafen soll aus südlicher Richtung sowohl über die Plockstraße im Einrichtungsverkehr sowie über eine weiter westlich vorgesehene Querspange im Zweirichtungsverkehr zu erreichen sein. Die Erschließung aus nördlicher Richtung führt wie heute über Kaistraße/Zollhof sowie im Einrichtungsverkehr über die Hammer Straße. An der Franziusstraße ist der Bau einer Tiefgarage mit 500 Plätzen vorgesehen.